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Die Rückkehr der jüdischen Flüchtlinge ins Dorf

74 Jahre nachdem die Bewohner eines kleinen griechischen Dorfes unter der Führung des örtlichen Priesters sie und ihre Familie vor den Nazis versteckt hatten, kehrte Rivka Jakobi zurück, um die Nachkommen ihrer Retter zu treffen.

Am 7. Juni 2017 kam Rivka in Kryoneri an, das sie 1943 unter dem Namen „Matsani” kannte. Sie kam in Begleitung ihres Mannes Benny, ihrer jüngsten Tochter Rina und Rinas Freundin Ila, die beide Besuche auf Video aufzeichnete, in das Dorf zurück. Rivka und ihre Familie kamen am frühen Morgen am oberen Brunnen des Dorfes an, an den sie sich trotz der wenigen Veränderungen offenbar noch gut erinnern konnte. Sie wurden vom Präsidenten der Gemeindeverwaltung von Kryoneri, Herrn Raftopoulos, und Panos Poulos, dem Leiter der Organisation „FILOXENIA”, begrüßt.

Rivka Jakobi mit Dimitris Dimopoulos


Während ihres zweitägigen Aufenthalts in Kryoneri besuchte Rivka ihr vertraute Orte, wie zum Beispiel das Haus, in dem sie und ihre Familie während der Besatzungszeit gelebt hatten. Die Nachkommen von Athanasios Dimpoulos (dem Mann, der Rivkas Familie in seinem Haus versteckt hatte) hießen alle herzlich willkommen. Natürlich war das Haus inzwischen renoviert worden, aber Rivka konnte sich an kleine Details erinnern und sogar auf das Fenster zeigen, durch das sie beobachtet hatte, wie die Deutschen ein Lagerhaus voller Lebensmittel und Vorräte in Brand gesteckt hatten.

Ein weiterer Ort, den Rivka gerne besuchte, war die Kapelle des Rapsomati-Klosters. Zusammen mit der Karamanos-Höhle war dies ein weiterer Zufluchtsort für ihre Familie, wenn die Deutschen kamen.

Am Nachmittag traf sich Rivka mit ihren ehemaligen Klassenkameraden und alten Freunden aus dem Dorf. Sie verbrachten den ganzen Nachmittag damit, über ihre Zeit in Kryoneri und alle möglichen Erinnerungen zu sprechen. Viele hatten sogar alte Fotos mitgebracht, und jeder schien sich an etwas zu erinnern. Am Abend aßen sie alle zusammen im Diporto.

An ihrem zweiten Tag im Dorf traf Rivka schließlich einige Freiwillige der Organisation „FILOXENIA“ und erzählte ihnen ihre Geschichte, von ihrer Flucht aus Athen bis zu ihrem Umzug nach Israel. Alle Jugendlichen hörten aufmerksam zu und beschlossen am Ende, die Aufgabe zu übernehmen, den Weg zur Karamanos-Höhle freizulegen. Rivka kam im September mit ihrer gesamten Familie (über 70 Personen) zurück und konnte nun endlich die Höhle

 

 

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